[Aus DOS 2/88, S.158]
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The Pawn

Wir entfhren Sie in ein Abenteuer, bei dem kein Auge trocken bleibt. Machen
Sie Bekanntschaft mit den Ungeheuern, Zauberern und Helden von Kerovnia, aber
trainieren Sie vorher grndlich Ihre Bauchmuskeln, es darf nmlich fleiig
gelacht werden.

The Pawn schert aus der Reihe der bisher bekannten Grafik-Abenteuer aus. Es
hat zwar einen hervorragenden Parser, der sogar ganze Stze versteht, mehr
als 30 ausgesprochen sehenswerte Bilder (leider nur mit EGA-Karte zu sehen,
sie sind zum Spielverlauf aber nicht notwendig) und auch sonst alle typischen
Abenteuer-Attribute. Die Handlung ist es, die aus dem Rahmen fllt.
  Knig Erik verliert langsam an Macht und Einflu in Kerovnia, und drohend
herannahende Neuwahlen stehen ins Haus, deren Ausgang fr Sir Erik hchst
zweifelhaft ist. Schuld an dieser fatalen Lage ist, da seine Hoheit ein
Zwergenvolk, das anerkanntermaen den weit und breit besten Whisky
destillierte, schnde aus Kerovnia verbannte. Und dieser edle Tropfen fehlt
den Landesbewohnern nun gewaltig.
  Es passiert ausgerechnet Ihnen, da Sie genau zu diesem Zeitpunkt aus
unserer realen Welt nach Kerovnia geschleudert werden. Ihr Ziel ist zwar
vorrangig die Rckkehr in Ihre eigene Welt, es gibt aber noch weit mehr zu
entdecken. Was genau, das mssen Sie allerdings ganz alleine herausfinden.
  Das Programmpaket umfat zwei 5,25-Zoll-Disketten und eine witzige Story,
die schon einen kleinen Vorgeschmack auf die amsante Handlung vermittelt.
Fr ganz verzweifelte Abenteurer gibt es codierte Texthilfen, und eine
Festplatteninstallation verleiht dem Ganzen den letzten Schliff.
  The Pawn ist eine gelungene Persiflage, die alles auf die Schippe nimmt,
was einem ernsthaften Abenteuer-Spieler heilig ist. Dabei ist eines nie ganz
klar: Nimmt The Pawn mit seiner hintergrndigen Ironie nun sich selbst auf
den Arm oder den Spieler vor dem Bildschirm?
                                                               Jrgen Zumbach

Spielspa: 8/10
Grafik: 9/10
Bedienung: 7/10
